Monat: April 2019

Stoffels kritisiert politische Unentschlossenheit

Insgesamt 13,2 Mio. Euro sind im Infrastrukturplan 2019-2024 für Straßenbauprojekte auf dem Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft vorgesehen. „Das macht also 2,64 Millionen Euro pro Jahr, was nicht gerade viel ist“, stellt Edmund Stoffels ernüchtert fest. Dabei sei dem zuständigen Minister Carlo Di Antonio (CDH) so viel Geld für Infrastrukturprojekte zur Verfügung gestellt worden, wie schon lange nicht mehr. „Alles ist also eine Frage der Prioritäten, und es liegt selbstverständlich in der Hand des Ministers, nach Rücksprache mit seiner Verwaltung die Schwerpunkte zu setzen. Allerdings scheint er die deutschsprachigen Gemeinden dabei ein wenig aus den Augen verloren zu haben.“

Edmund Stoffels: „Warum kommt die N62 überhaupt nicht in dem Plan vor?“

Stutzig mache aus seiner Sicht etwa, dass das vielleicht wichtigste Projekt der kommenden Jahre, der Bau der N62-Umgehungsstraße (St.Vith-Wemperhardt), in dem Plan überhaupt nicht vorkommt. „Dabei ist gerade in dieser Angelegenheit aus meiner Sicht Eile geboten, um eine angemessene Lösung für alle Beteiligten, also für die Verkehrsteilnehmer, aber vor allem natürlich für die Anwohner dieser vielbefahrenen Pendlerstraße zu finden.“ Immerhin reichten die Planungen des aktuellen Projekts mit verschiedenen Trassenstudien bis ins Jahr 2003 zurück. „Der Vorgänger des aktuellen Ministers hat sich zwar auf eine Trasse festgelegt, jedoch hat man seitdem nicht mehr viel gehört. Es scheint, dass einige Bürger, die mit der ausgewählten Strecke absolut nicht einverstanden sind, eine alternative Trasse ins Gespräch bringen wollen, jedoch entzieht es sich meiner Kenntnis, ob dieser Vorschlag bis zur Regierungsebene vorgedrungen ist.“ Fakt sei aber auch, dass die technische Planung nochmal komplett neu aufgerollt werden müsse, sollte eine alternative Trasse in Betracht gezogen werden. „Das würde das gesamte Projekt Umgehungsstraße mit Sicherheit nochmal um Jahre zurückwerfen“, gibt Edmund Stoffels zu bedenken.