Chaos

Maut, Trasse 10, … alles nur ein schlechter Witz?

ChaosDer Weg ins Desaster

Minister Prévot hat der BI “N62 – Jetzt reicht’s!” auf eine Anfrage eine klare Antwort gegeben:  Die Trasse 3 – obwohl diese auch für den Minister die beste Variante darstellt – kann und wird nicht mehr in Erwägung gezogen, da die Gegenwehr vonseiten der Umweltschützer zu groß ist.  Also hat die Umweltlobby offensichtlich wieder einmal gesiegt, wenngleich die besagten Ländereien “nur” als Natura2000-Zonen ausgewiesen sind und laut Gesetzgebung nicht zwingend unter “strikten Naturschutz” gestellt werden müssten.  Was bleibt, ist ein besonders fader Beigeschmack, der vor allem den Anrainern in Zukunft bitter aufstoßen könnte.

Der Minister bescheinigte die Realisierung der Trasse 10 in insgesamt drei Phasen.  Diese Art und Weise ist sicherlich kein Novum, wirft aber für das vorliegende Projekt große Probleme auf…

PHASE 1: eine erste Phase wird aller Voraussicht nach die Anbindung zwischen Hohenbusch bis zur Einmündung in die Dorfstraße Thommen-Espeler darstellen.  Doch was passiert mit dem Verkehr, wenn er plötzlich von der “Umgehungsstraße – Teil 1″ auf die Dorfstraße einmündet?  Können die Sicherheitsverantwortlichen überhaupt den Verkehr über dieses Teilstück fahren lassen, wenn die “sichere Weiterreise” nicht garantiert werden kann?

PHASE 2: die zweite Phase wird dann die zwischen der Anbindung am Ortseingang Thommen bis zur Anhöhe “Eulenstein” darstellen.  Auch hier sehen wir von der BI nur wenig Handlungsspielraum, beziehungsweise eine Sinnbefreiung der besonderen Art.  Dann bleibt die Trasse oben auf dem Berg des “Espeler Waldes” plötzlich stehen – in Erwartung, dass irgendwann man der Viadukt über das Ulftal gebaut wird?  Irgendwie werden die Straßenplaner dann nach Lösungen suchen und den Verkehr kurz vor dem “Erklimmen des Espeler Waldes” über die “Espeler Mühle” umleiten, bevor dann der Verkehr durch das gesamte Ulftal abgewickelt werden kann um an der “Oudler Mühle” dann erneut auf die N62 einzubiegen – die Serpentinen-Straße zwischen Oudler und Wemperhardt bleibt somit den Schwertransportern erhalten.

PHASE 3: Ein Viadukt wird gebaut (2 Jahre Bauzeit – Kosten in zweistelliger Millionenhöhe) – erst dann wird das größte zusammenhängende Waldgebiet der Gemeinde zwischen Espeler und Lengeler durch die Straße “zerschnitten”.

Aus Sicht der BI scheitert das gesamte Projekt an der realistischen Machbarkeit und vor allem an den Finanzen, so dass es aller Voraussicht nach zu einer Lightversion der N62-Umgehung kommen wird: und hier haben dann die Ortschaften Dürler, Espeler und teilweise auch Oudler nach wie vor die schlechtesten Karten in der Hand.  Anstelle eine Entlastung kommt es dann zwangsläufig nur zu einer negativen Verlagerung des Transitverkehrs: der Weg über eine solche “Lightversion” ist deutlich länger als durch Grüfflingen-Oudler und vor allem sind die aktuellen Gemeindestraßen nicht für diese Art von Verkehrsaufkommen konzipiert.  Ortskundige werden darüber hinaus von der Espeler Mühle kurz mal über “Steinemann” ins Gelobte Land flitzen, da den Espelern ja nichts anderes übrig bleibt, die derzeit marode Verbindungsstraße zwischen ihrem Dorf und dem Einkaufzentrum Knauf grundlegend renovieren zu lassen.

Unter dem Strich kann man also festhalten, dass jahrzehntelange Planung regelrecht in den Sand gesetzt wurden und am Ende – wenn überhaupt – ein eher katastrophal anmutendes Projekt zustande kommt, das der eigentlichen Sache, nämlich der Ausgrenzung des Transitverkehrs aus den Ortschaften und die Vereinfachung des Schwertransportes, nur sehr wenig dient.  Schade, wenn man sieht, wie viel Energie und vor allem Geld in diese Planungskapriolen gesteckt wurden!  Und eine große Teilschuld an diesem Desaster trägt die starke Lobby der Naturschutzfundamentalisten!

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