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Kommt jetzt wieder die VOLLBREMSUNG?

GE-Journalist Arno Colaris schreibt in seinem Bericht vom 7. September 2018, dass das Projekt “Umgehungsstraße N62″ vielleicht wieder ins Stocken geraten könne. Aus Sicht der BI “N62 – Jetzt reicht’s!” ist das ein schlechter Witz, der sich offenbar nach Jahrzehnten wiederholt.
In den 1980er Jahren war bereits ein Konzept auf dem Reißbrett der Verantwortlichen in Namür spruchreif und es wurden bereits Enteignungen in Grüfflingen, Oudler, Lengeler und Dürler durchgeführt. Doch plötzlich wurde das Projekt “ausgebremst” und zu den Akten gelegt – der Verkehr wurde intensiver, die Gefahren für die Anrainer massiver während die Unfallrate deutlich anstieg. Derzeit heulen täglich mehrmals die Sirenen durch Grüfflingen in Richtung Wemperhardt. Glücklicherweise verlaufen diese Unfälle meist glimpflich, wenngleich auch regelmäßig Todesfälle zu beklagen sind.

Es ist sicherlich das Recht der Sofico-Verantwortlichen, die schließlich das Geld bereitstellen (übrigens handelt es sich um das Geld der Steuerzahler, denn Sofico wird in den Medien meist als “Heilsbringer der Finanzierung” dargestellt), auf “Nummer sicher” zu gehen und im Bezeig auf die Genehmigungsprozedur keine Fehler zu machen. Allerdings darf und sollte das Projekt nicht ständig verschoben werden… das hat den Anschein einer Bremsung und für viele ist die Gefahr einer “Vollbremsung” präsent.

600 schriftliche Bemerkungen gingen offenbar bei der Verwaltung ein. Es wundert mich schon, dass auch “Pro-Projektler” mit von der Partie waren, denn normalerweise schreibt man nicht, wenn man mit etwas einverstanden ist. Das ist das Ureigene der “Reklamation” :-)

Wenn man eine verifizierte Umfrage haben möchte, so kommt man leider nicht an eine Bürgerbefragung vorbei – und hierbei müssten auch die ca. 15000 Autofahrer, die täglich durch die Dörfer fahren, ihre Meinung abgeben. Es geht doch nicht, dass eine Handvoll Bürger, die Angst haben, einige Quadratmeter ihres Privatwaldes, ihrer Jagdpacht oder einer Wiese zu verlieren, ein solches, für das Allgemeinwohl (wirtschaftlich, sicherheitstechnisch, mobilitätstechnisch,…) so wichtige Projekt blockieren und mitunter zum Scheitern verdammen. In einem solchen Fall wäre “Justitia” ziemlich unglaubwürdig. Ähnlich wie in Grüfflingen und Oudler sollte die Straßenverwaltung den Menschen, die zu nahe an der neuen Trasse liegen (und das sind nur wenige Häuser in Thommen !) eine großzügige Enteignung anbieten, die eine Umsiedlung in einen anderen Dorfteil ermöglicht.

Die bestimmte Trasse ist nach wie vor nicht die, die von der BI “N62 – jetzt reicht’s!” bevorzugt wurde, doch die Entscheidung ist nun mal gefällt, so dass auch der härteste Hardliner diese endlich akzeptieren sollte. Auch das ist ein Zeichen des harmonischen Miteinanders innerhalb einer Gemeinde!