n62.eu

Gibt’s einen Rückzieher

traffic-jam-688566_960_720In dieser Woche finden Informationsversammlungen in Espeler (Steinmann) und Grüfflingen (Unitas) statt. Im Grenzecho war zu lesen, dass diese Informationsversammlungen bezüglich des definitiven Streckenverlaufes der Umgehungsstraße N62 vorrangig den Anrainern aus Thommen und Espeler vorbehalten sind. Des Weiteren war zu lesen, dass sich eine Bürgerinitiative mit fast 800 Menschen gegen die Trasse 10 ausgesprochen hatte. Merkwürdigerweise wurde auch ein Bericht mit Albert Gehlen im Laufe der Woche platziert – dieser berichtete, dass die Brücke in Steinbrück damals rund 1 Milliarde BEF, sprich ca. 25 Mio EUR gekostet hat.

Man möchte an dieser Stelle niemandem etwas unterstellen, aber es riecht doch kräftig danach, dass das Projekt der “Umgehungsstraße N62″, das endlich in trockene Tücher gebracht wurde plötzlich wieder schlecht geredet wird.

Natürlich ist diese Trasse nicht ideal, aber wo waren denn die Kritiker als es um die Suche nach einer geeigneten Wegeführung ging? Wo waren die angeblichen Naturschützer, die um ca. 30 Meter Natura 2000 kämpften und dadurch die ideale und kostengünstige Trasse 3 zu Grabe trugen? Was geschieht jetzt? Das Natura 2000-Gebiet zwischen Thommen und Espeler wird erheblich tangiert, der Espeler und Dürler Wald entzweit … von den Kosten ganz zu schweigen.

Auch die Tatsache, dass das Projekt in drei Phasen realisiert werden soll entbehrt jeder Logik und birgt die Gefahr einer “Solution à la Belge”. Die erste Phase geht offenbar bis zur geplanten Brücke übers Elftal. Das heißt also, dass eine Straße “mitten in der Pampa” aufhört. Eine “provisorische” Umleitung wird dann sicherlich über die “Espeler Mühle” führen. Aber aufgepasst, laufen wir nicht Gefahr, dass dieses Provisorium aufgrund leerer Kassen plötzlich zum Definitivum wird. Soll die Umgehungsstraße dann durch das Ulftal geführt werden um an der Oudler Mühle auf die bestehende N62-Trasse zu münden?

Es ist also Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten, dass nicht wieder ein Projekt wie in den 1980er Jahren im Sande verläuft. Das wäre hinsichtlich der täglich gravierender werdenden Verkehrslage fatal!

Chaos

Maut, Trasse 10, … alles nur ein schlechter Witz?

ChaosDer Weg ins Desaster

Minister Prévot hat der BI “N62 – Jetzt reicht’s!” auf eine Anfrage eine klare Antwort gegeben:  Die Trasse 3 – obwohl diese auch für den Minister die beste Variante darstellt – kann und wird nicht mehr in Erwägung gezogen, da die Gegenwehr vonseiten der Umweltschützer zu groß ist.  Also hat die Umweltlobby offensichtlich wieder einmal gesiegt, wenngleich die besagten Ländereien “nur” als Natura2000-Zonen ausgewiesen sind und laut Gesetzgebung nicht zwingend unter “strikten Naturschutz” gestellt werden müssten.  Was bleibt, ist ein besonders fader Beigeschmack, der vor allem den Anrainern in Zukunft bitter aufstoßen könnte.

Der Minister bescheinigte die Realisierung der Trasse 10 in insgesamt drei Phasen.  Diese Art und Weise ist sicherlich kein Novum, wirft aber für das vorliegende Projekt große Probleme auf…

PHASE 1: eine erste Phase wird aller Voraussicht nach die Anbindung zwischen Hohenbusch bis zur Einmündung in die Dorfstraße Thommen-Espeler darstellen.  Doch was passiert mit dem Verkehr, wenn er plötzlich von der “Umgehungsstraße – Teil 1″ auf die Dorfstraße einmündet?  Können die Sicherheitsverantwortlichen überhaupt den Verkehr über dieses Teilstück fahren lassen, wenn die “sichere Weiterreise” nicht garantiert werden kann?

PHASE 2: die zweite Phase wird dann die zwischen der Anbindung am Ortseingang Thommen bis zur Anhöhe “Eulenstein” darstellen.  Auch hier sehen wir von der BI nur wenig Handlungsspielraum, beziehungsweise eine Sinnbefreiung der besonderen Art.  Dann bleibt die Trasse oben auf dem Berg des “Espeler Waldes” plötzlich stehen – in Erwartung, dass irgendwann man der Viadukt über das Ulftal gebaut wird?  Irgendwie werden die Straßenplaner dann nach Lösungen suchen und den Verkehr kurz vor dem “Erklimmen des Espeler Waldes” über die “Espeler Mühle” umleiten, bevor dann der Verkehr durch das gesamte Ulftal abgewickelt werden kann um an der “Oudler Mühle” dann erneut auf die N62 einzubiegen – die Serpentinen-Straße zwischen Oudler und Wemperhardt bleibt somit den Schwertransportern erhalten.

PHASE 3: Ein Viadukt wird gebaut (2 Jahre Bauzeit – Kosten in zweistelliger Millionenhöhe) – erst dann wird das größte zusammenhängende Waldgebiet der Gemeinde zwischen Espeler und Lengeler durch die Straße “zerschnitten”.

Aus Sicht der BI scheitert das gesamte Projekt an der realistischen Machbarkeit und vor allem an den Finanzen, so dass es aller Voraussicht nach zu einer Lightversion der N62-Umgehung kommen wird: und hier haben dann die Ortschaften Dürler, Espeler und teilweise auch Oudler nach wie vor die schlechtesten Karten in der Hand.  Anstelle eine Entlastung kommt es dann zwangsläufig nur zu einer negativen Verlagerung des Transitverkehrs: der Weg über eine solche “Lightversion” ist deutlich länger als durch Grüfflingen-Oudler und vor allem sind die aktuellen Gemeindestraßen nicht für diese Art von Verkehrsaufkommen konzipiert.  Ortskundige werden darüber hinaus von der Espeler Mühle kurz mal über “Steinemann” ins Gelobte Land flitzen, da den Espelern ja nichts anderes übrig bleibt, die derzeit marode Verbindungsstraße zwischen ihrem Dorf und dem Einkaufzentrum Knauf grundlegend renovieren zu lassen.

Unter dem Strich kann man also festhalten, dass jahrzehntelange Planung regelrecht in den Sand gesetzt wurden und am Ende – wenn überhaupt – ein eher katastrophal anmutendes Projekt zustande kommt, das der eigentlichen Sache, nämlich der Ausgrenzung des Transitverkehrs aus den Ortschaften und die Vereinfachung des Schwertransportes, nur sehr wenig dient.  Schade, wenn man sieht, wie viel Energie und vor allem Geld in diese Planungskapriolen gesteckt wurden!  Und eine große Teilschuld an diesem Desaster trägt die starke Lobby der Naturschutzfundamentalisten!

MAUT N62

Die N62-Maut ist kein Aprilscherz!

Kilometersteuer auf belgischen Regionalstraßen ab dem 1. April 2016

Brummis zahlen für Straßenschäden

Ostbelgien.- Am 1. April tritt die neue Regelung der Besteuerung von Lkw und Kleintransportern über 3,5 t in Kraft. Sie ersetzt die oftmals kritisierte und nur zu einem mäßigen Erfolg avancierte Euro-Vignette. Erstmals wird auch die Transitstraße N62 zwischen St.Vith und Wemperhardt von dieser Besteuerung betroffen sein.

Belgien weit ist die Regelung gleich und soll laut zuständiger Straßenbau- und Verkehrsminister der drei Regionen (Brüssel, Wallonie und Flandern) integral in den Ausbau und die Erneuerung des oftmals doch in einem erbärmlichen Zustand befindlichen nationalen Verkehrsnetzes fließen. Je nach Tonnage und Größe des Schwertransporters werden fortan zwischen 7,4 und 20 Eurocent je gefahrenen Kilometer fällig, die mittels eingebauter GPS-Empfänger registriert werden. Der zuständige Minister Maxime Prévot erhofft sich durch diese neue Besteuerung pro gefahrenen Kilometer Mehreinnahmen von über 200 Millionen € jährlich. „Wir möchten die Verursacher von Straßenschäden deutlich mehr zur Verantwortung ziehen und sie auch entsprechend erziehen, logistisch bewusster unterwegs zu sein. Ich denke da beispielsweise an eine bessere Auslastung der Lkw, sowie das Umsatteln auf alternative Transportwege wie die Schiene oder das Wasser. Außerdem liegen wir mit dieser Steuer voll im Verursacher-Trend. Im Bereich der Umweltbelastung durch CO2 konnten wir durch ähnliche Maßnahmen tolle Erfolg verbuchen und die Emissionen senken“. 

Die Transportverbände haben bereits ihren Protest angekündigt und zu einer nationalen Demonstration am 18. Juni eingeladen. Erstaunlich sicherlich auch die Tatsache, dass die Politiker für einige Akteure Sonderregelungen bereit halten wollen. Im Fokus stehen hierbei die Milchtransporte, die Lkw aus Steinbrüchen sowie Landwirte. Für viele Brummi-Fahrer ist dies aber eine grundlegende Diskriminierung, die mit einer Wettbewerbsverzerrung einhergehe. Auf die Frage, weshalb die Transitachse N62 nun auch für diese „Maut“ in Frage komme, antwortete der Minister, dass man dadurch vermeiden wolle, dass Schwertransporter sich doch noch Schlupflöcher suchten um diese Steuer auf gefahrene Kilometer zu sparen. Unerklärlich jedoch dann die Tatsache, dass der andere luxemburgische Zubringer, die neu gestaltete N827 zwischen Grüfflingen und Bého-Quatre-Chemins nicht von dieser Besteuerung betroffen sein wird. Anrainer befürchten bereits ein abzuzeichnendes Verkehrschaos: „Wenn Lkw auf der N62 bezahlen müssen, werden sie in Zukunft alle durch Maldingen und Aldringen fahren!“, so die Einschätzung.

Sackgasse

Minister glänzten durch Abwesenheit

Eröffnung der N62-Ortsdurchfahrt in Oudler am 17. Oktober 2015

Es ist schon merkwürdig und aus unserer Sicht auch politisch grenzwertig, dass die beiden angekündigten Regionalminister bei der pompös inszenierten Eröffnung der N62-Ortsdurchfahrt in Oudler durch Abwesenheit glänzten.  Es scheint so, als ob die politischen Kontakte zu Parteibasis nicht mehr die besten sind, denn lediglich Regionalabgeordneter Herbert Grommes überbrachte der verkehrstechnisch leidgeprüften Oudler Dorfbevölkerung die Dankesworte des Ministers.  Von konkreten Plänen in Bezug auf die seit Jahrzehnten geforderte Umgehungsstraße war nichts festzustellen.  Hingegen zeigte sich Bürgermeister Maraite in seiner Ansprache ob der neuerlichen Interventionen unserer Bürgerinitiative “not amused”.

“Politik wird im Kopf und nicht im Kehlkopf gemacht!”,

stellte der für die Verkehrssicherheit auf und neben der Straße verantwortliche Bürgermeister klar.  Darauf können wir nur erwidern, dass Politik wahrlich im Kopf vorbereitet, dann aber via Kehlkopf auch an die richtigen Instanzen weitergetragen werden muss.  Die propagierte “Politik der kleinen Schritte” ist sicherlich kein Synonym für “Untätigkeit” oder “Status Quo”.  Diese “sehr kleinen Schritte des Herrn Bürgermeisters” haben das Projekt in den vergangenen Jahrzehnten keinen Millimeter weitergebracht. Es ist an der Zeit, dass dieser Lethargie Einhalt geboten wird, damit wir endlich etwas für die Sicherheit der Menschen machen können.  Die Zeit ist mehr als reif, denn es ist wahrlich nur eine Frage der Zeit, wann ein Unfall diese Verantwortlichen aus ihrem Dornröschenschlaf reißt.  Maraite nannte mit 16000 Fahrzeugen täglich die neuen, von der WR veröffentlichten Statistiken.  Somit ist das Verkehrsaufkommen in den letzten Jahren um ca. 5000 Fahrzeuge täglich gestiegen.

“Der Kollaps wird nicht kommen, der Kollaps ist bereits da!”

Der Minister-Vertreter Herbert Grommes sagte laut Grenzecho-Online:

„Der Minister ist sich dieser Problematik sehr bewusst, jedoch wurde für das nächste Straßeninvestitionsprogramm der Wallonischen Region ab 2016 ein Bedarf von mehreren Milliarden Euro angemeldet. Da fällt die Entscheidung, welche Projekte letztlich berücksichtigt werden, sehr schwer.“

“Sehr schwer” steht offensichtlich für “unmöglich”, wenn man zwischen den Zeilen liest.  Das Trauerspiel nach 70 Jahren Planung geht also weiter… eine Polit-Soap, die bei RTLII laufen könnte.

Stau 2

Stellungnahme der BI “N62 – Jetzt reicht’s!” zur Eröffnung der Ortsdurchfahrt Oudler

Zeit der Floskeln ist vorbei

Zunächst freuen wir uns vonseiten der BI, dass nach der Ortsdurchfahrt Grüfflingen die beiden Dorfdurchfahrten in Oudler und Maldingen nach langer Arbeit zufriedenstellend realisiert werden konnten. Dennoch bleibt bei der Vorstellung, dass am morgigen Samstag diese „Durchfahrt“ feierlich im Beisein von ranghohen Regionalministern und Kommunalverantwortlichen eröffnet wird, irgendwie ein fader Beigeschmack. Heißt das vielleicht im Umkehrschluss, dass diese Neugestaltung der Durchfahrten in Oudler und Maldingen gleichsam das Ende der seit nunmehr über 70 Jahren geplanten N62-Umgehungsstraße bedeutet?

Seit der Gründung der BI im Jahre 2008, unmittelbar nach der Beinahe-Katastrophe mit dem Tanklastwagen in Dürler, setzte sich unsere Interessengemeinschaft besorgter Anrainer für eine realistische Lösung des verheerenden Verkehrsproblems auf der N62 und auch auf der N827 ein. Ostern 2009 startete die BI eine so genannte „Kreuzaktion“, die allerorts für großes Aufsehen sorgte. Es folgten Trassen-Begehungen, eigene Analysen und Informationsversammlungen. Ein Jahr später startete wurde eine online-Unterschriftenaktion gestartet bei der mehr als 1500 Pendler ihre Stimme für eine schnelle Realisierung der Umgehungsstraße abgaben. Eine Petition mitsamt der Unterschriftenliste wurde in Namür dem Bürovorsteher des damals zuständigen Minister Benoît Lutgen überreicht. Bis heute erhielt die BI weder eine Empfangsbestätigung noch eine Rückmeldung auf unsere Bedenken und Vorschläge.

2012 legte sich Minister Di Antonio auf die Trasse 10 fest, wohlwissend, dass diese Variante mit einem notwendigen Bau eines Viadukts drei Mal teurer zu Buche schlagen wird (derzeit wird von über 30 Mio € gesprochen). Bereits damals glaubten wir, dass dies nur eine „Alibi“-Aktion darstellt, um die Gemüter der Lokalbevölkerung zu beruhigen. Solche überteuerten Projekte sind derzeit in der Wallonie aufgrund der klammen Kassen schier unmöglich zu realisieren. Indiz für die „Alibi“-Vermutung könnte auch die Zustimmung der Umweltschutzverbände laut Motto „die wird ohnehin nicht gebaut, dann brauchen wir auch nicht dagegen zu sein“, bewertet werden, zumal die Trasse 10 nicht weniger Natura2000-Gebiete tangiert als die anderen Varianten. 2014 sprach Bürgermeister Maraite gar von einer möglichen Maut, die auf einer Umgehungsstraße erhoben werden könne, während er kurze Zeit später sogar öffentlich im Gemeindekollegium anregte, die während der Bauarbeiten geschaffene Verkehrsregelung mit Umleitung des Schwerlastverkehrs über die N827 in Maldingen auch in Zukunft so beizubehalten. Diesbezüglich ruderte er jedoch bereits in der nächsten Sitzung, wahrscheinlich wegen berechtigten Drucks der dortigen Anrainer, zurück.

Wir stellen immer mehr eine gewisse Kopflosigkeit der politisch Verantwortlichen fest, die seit Jahrzehnten viel Geld in bislang unnütze Studien gesteckt haben. Ein konkretes Vorankommen in der Akte „Umgehungsstraße N62“ ist nicht festzustellen. Neben dieser Kopflosigkeit spüren wir eine belegbare Intensivierung des Straßenverkehrs. Aus den im Jahre 2008 noch veranschlagten 10000 Fahrzeugen sind derzeit ca. 15000 Autos und Lkws geworden, die täglich durch die Ortschaften fahren und dort die Lebensqualität auf ein Minimum senken. Die Tendenz ist weiter steigend, zumal viele Lkw-Fahrer die Maut auf deutschen Autobahnen umgehen und somit verstärkt die seit dem 23. September geöffnete luxemburgische A7-Autobahnverbindung zwischen Lorenzweiler und Kirchberg nutzen um ihren Weg entweder nach Frankreich oder aber in Richtung Trier einzuschlagen. Selbst Autofahrer bevorzugen neuerdings diese Möglichkeit aufgrund eines stressfreieren Fahrens ab der teilweise als Schnellstraße konzipierten N7 ab Weiswampach. Während man den Nutzen und die Notwendigkeit einer solchen Trasse auf luxemburgischer Seite erkannt hat und nach 18 Jahren Bauzeit ein konkretes Projekt vorweisen kann, liegen die Pläne zwecks Ausgliederung des Transitverkehrs aus den Dörfern auf belgischer Seite noch immer in den Schubladen.

Wir sehen in der Eröffnung der neuen Ortsdurchfahrt Oudler die große Gefahr, dass weitere Pläne zur Schaffung einer Umgehungsstraße vollständig eingestellt werden.

Dem Verkehrsminister Prévot hat die BI in diesen Tagen ein ausführliches Dossier mit den konkreten Ausführungen, Bedenken, Petitionen und Unterschriften der betroffenen Anrainer und Pendler per Einschreiben zugesandt. Die BI sucht den Dialog und die Konsensfindung mit den zuständigen Politikern, vor allem da sie das Vertrauen in die lokal politisch Verantwortlichen völlig verloren hat. „N62 – Jetzt reicht’s!“ ist demnach die Maxime der Stunde, da wir keine Zeit verlieren dürfen, wird der Verkehrskollaps immer deutlicher. Vor allem morgens und abends rollt eine nicht enden wollende Blechlawine durch die Dörfer. Unfälle gehören zur Tagesordnung. Der Notarzt oder die Feuerwehr rücken regelmäßig zu Einsätzen aus. Wie lange lässt eine große Katastrophe auf sich warten? Wie lange müssen und können wir unser Schicksal noch herausfordern? Unzählige Gefahrenguttransporte fahren täglich durch die Ortschaften und gefährden die Gesundheit der Bevölkerung.

Die BI bleibt jedenfalls am Ball und hofft auf rege Unterstützung vonseiten der Anrainer und Pendler. Hierfür steht eine neu geschaffene Internet-Plattform zur Verfügung auf der Interessierte Meinungen, Vorschläge und Ideen abgeben und austauschen können. (www.n62.eu)

Wir bitten alle politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen nach schnellen Lösungen Ausschau zu halten, damit wir zeitnah auch die Eröffnung einer Umgehungsstraße feiern können. Hier sind sowohl der Regionalminister Prévot als auch der lokale Bürgermeister Maraite gefragt, denn beide zeichnen sich für die Verkehrssicherheit und der Schutz der lokalen Bevölkerung verantwortlich. Die Zeit der Floskeln und leeren Worthülsen ist endgültig vorbei, jetzt sind Taten und Einsatz gefragt! Verpassen Sie diese Chance nicht!

Ihre BI „N62 – Jetzt reicht’s!“

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Eröffnung der Ortsdurchfahrt Oudler am 17. Oktober 2015 – Das Ende der Umgehungsstraße?

Mit großem Pomp wird am Samstag, dem 17. Oktober 2015 die Ortsdurchfahrt Oudler mitsamt des über die Projekte zur ländlichen Entwicklung geschaffenen Dorfplatzes eingeweiht.  Gleich zwei Regionalminister werden präsent sein, um die großen Errungenschaften mit den Gemeindevertretern um Bürgermeister Maraite gebührend zu feiern.  Es sieht quasi so aus, als ob die Honoratioren die “neue Umgehungsstraße” einweihen würden…  Die BI befürchtet jedenfalls, dass nach den gemachten Investitionen auf der aktuellen N62 die Gelder für angedachte zukünftige Projekte einer Umgehungsstraße vorerst auf Eis gelegt werden.  Demnach wird die Eröffnung der erneuerten N62 wohlmöglich auch gleichsam das “Zu-Grabe-Tragen” der geplanten Umgehungsstraße sein.

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Minister entscheidet sich für Trasse 10?!

Aus den zwischenzeitlich 10 vorhandenen und studierten Trassen für eine Umgehungsstraße N62 sind schlussendlich drei in die engere Wahl genommen worden.  Aus diesen “Best of 10″ wählte der zuständige Regionalminister die Trasse 10 als zu realisierende Variante.  Diese Entscheidung trifft auf Unverständnis und lässt vermuten, dass diese Umgehungsstraße nie gebaut werden wird.  Die Trasse 10 erfordert den Bau eines Viaduktes über das Ulftal zwischen Espeler und Oudler – hierfür veranschlagte das Planungsbüro Greisch alleine 25 Mio €.  Hinzu kommt noch die Tatsache, dass die Trassenführung vom Ulftal aus quer durch das größte zusammenhängende Waldgebiet führt.  Außerdem ist die Nähe zum Naturschutzgebiet “Thommener Weiher” in Thommen flagrant.  Die BI glaubt daher, dass die Natur- und Umweltschützer, die gegen die Trasse 3 –  die von der BI bevorzugte Trasse – sind, sich für die Variante 10 ausgesprochen haben, da sie genau wissen, dass diese nie realisierbar sein wird.  Hier wird also mit der Gutgläubigkeit der lokalen Bevölkerung aber auch wesentlich mit dem Steuergeld der Bürger gespielt.